Börsenwissen

Was bedeutet Bid und was Ask? Was genau ist eigentlich eine Aktie und worin unterscheidet sie sich von der Anleihe? Wer an der Börse mitmischen will, muss die Begrifflichkeiten kennen. Ich werde hier nach und nach ein Glossar zum Börsenwissen aufbauen und Begriffe erklären, die ich in meinen Berichten benutze. Die Liste wird also ständig erweitert.

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200 Tage Linie
Instrument der Charttechnik. Ausführlich beschrieben im Artikel Die 200 Tage Linie

Aktie
Die Aktie ist ein Anteilspapier an einem Unternehmen. Wenn ein Unternehmen an die Börse geht, teilt es sein Grundkapital auf eine bestimmte Anzahl an Aktien auf. Der Käufer einer Aktie wird mit dem Kauf Mitinhaber des Unternehmens. Je nach Geschäfts- und Gewinnentwicklung des Unternehmens gewinnt die Aktie an Wert oder verliert.

Anleihe
Im Gegenzug zur Aktie wird der Anleihekäufer kein Mitinhaber des Unternehmens, sondern leiht dem Unternehmen lediglich Geld. Dafür zahlt das Unternehmen dem Anleger einen festen Zinssatz.

Ask
Der Preis, den ein Verkäufer für sein Wertpapier haben möchte, also sein Verkaufsangebot. Das Gegeteil ist Bid, also der Kurs zu dem ein Käufer bereit ist das Wertpapier zu kaufen. Die Differenz nennt man Spread.

Bulle und Bär
stehen für die beiden Richtungen in die der Markt gehen kann. Dabei steht der Bulle für steigende Kurse, der Bär für fallende. Erklärt wird es damit, dass der Bulle mit seinem Kopf nach oben stößt und der Bär mit der Tatze nach unten schlägt. Dementsprechend spricht man auch von Bullenmarkt, bzw. Bärenmarkt, Optimisten an der Börse werden als Bullen, Pessimisten als Bären bezeichnet.

Baisse
Die Baisse (auch Bärenmarkt) steht für fallende Kurse an der Börse. Das Gegenteil ist die Hausse (steigende Kurse)

Bid
Kurs zu dem ein Käufer bereit ist ein Wertpapier zu kaufen (vgl. Ask)

Buchwert
Der Buchwert ist der Wert mit dem das Unternehmen seine Vermögensgegenstände in der Bilanz ausweist (Anlagevermögen).

Cost-Average-Effekt
auch als Durchschnittskosteneffekt bezeichnet, beschreibt die Kostenverteilung einer Investition über einen längeren Zeitraum. Während bei fallenden Kursen mehr Anteile gekauft werden, werden bei hohen Kursen weniger Anteile für den gleichen Betrag erworben. Dadurch liegt der durchschnittliche Einstiegskurs zwar über dem theoretisch günstigsten, aber gleichzeitig auch unter dem ungünstigsten. Der “richtige” Einstiegszeitpunkt, den man ja ohnehin nie trifft, verliert somit an Bedeutung.

 

D

 

Effektive Stücke
Gedruckte Wertpapiere werden auch effektive Stücke genannt. Dabei ghibt es ein durchnummeriertes Wertpapier und einen dazu passenden Zins-, bzw Dividendenbogen. Um seine Dividende zu kassieren, muss der Wertpapierbesitzer sein effektives Stück samt Dividendenbogen zur Bank bringen, die die Dividende dann für ihn gutschreibt und den Dividendenschein ungültig macht. Im Zuge des elektronischen Wertpapierhandels wurden effektive Stücke unhandlich und mehr oder weniger abgeschafft. Heutzutage werden Aktien oder Anleihen in einer Globalurkunde an einer zentralen Stelle verwaltet und Dividenden bzw. Zinsen automatisch gutgeschrieben. Lediglich manchmal werden von einem Unternehmen noch Schmuckurkunden z.B. bei Firmenjubiläen ausgeliefert.

 

F

 

G

 

Hausse
Mit Hausse bezeichnet man eine Zeit steigender Börsenkurse. Das Gegenteil ist die Baisse

Hauptversammlung
Alle Teilhaber eines Unternehmens treffen sich mindestens einmal pro Jahr zu einer Hauptversammlung und bilden dabei das höchste Beschlussorgan. Auf der Hauptversammlung werden z.B. Beschlüsse zur Verwendung des Unternehmensgewinns, Bestellung des Aufsichtsrates, Satzungsänderungen oder Kapitalmaßnahmen besprochen und zur Abstimmung gebracht. . Dabei hat jede Aktie eine Stimme. Aktionäre, die bei der Hauptversammlung nicht teilnehmen möchten oder können, dürfen sich auch durch Dritte vertreten lassen. Kleinaktionäre übertragen dazu oft ihre Stimmanteile an Aktionärsvereinigungen oder an vom Unternehmen gestellte Vertrauensleute, die dann im Sinne des Aktionärs abstimmen.

Inliner
oder auch Inline Optionsschein sind eine riskante Art auf den Verlauf eines Basiswertes, wie z.B. Gold oder Öl zu wetten. Dabei wird für den Basiswerts ein Korridor festgelegt mit einem oberen und einem unteren K.O. – Level. Wenn der Basiswert während der Laufzeit eine dieser Schwellen berührt, verfällt der Inliner. Bewegt sich der Kurs jedoch während der Laufzeit innerhalb des Korridors erhält der Anleger den Betrag von zehn Euro je Schein.

 

J

 

KGV
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist eine beliebte Kennzahl bei der Einschätzung einer Aktie. Das KGV gibt an in welchem Verhältnis der Gewinn eines Unternehmens zum aktuellen Börsenkurs steht. Dabei dividiert man einfach den aktuellen Kurs durch den Gewinn je Aktie. dabei gilt: je kleiner das KGV, destso besser. Bei einem KGV von 5 zum Beispiel benötigt das Unternehmen 5 Jahre um die aktuelle Bewertung zu verdienen. Da der Gewinn allerdings vom Unternehmen je nach gusto hoch, bzw. klein gerechnet werden kann, sollte man bei der Aktienauswahl immer mehrere Kennziffern zurate ziehen.

KBV

Eine weitere Kennzahl zur Unternehmenseinschätzung. Dabei wird der Kurs mit dem Buchwert der Aktie ins Verhältnis gesetzt. Da der Buchwert nicht so flexibel handhabbar ist, wie der Gewinn, ist das KBV gegenüber dem KGV aussagekräftiger. Unternehmen, die ein KBV unter 1 ausweisen gelten als günstig und locken gerne Valueinvestoren an.

L

 

M

 

N

 

Optionsschein
Wer einen Optionsschein oder Warrant kauft, möchte mit wenig Geld auf eine vorher festgelegte Richtung des unterlegten Wirtschaftsgutes wetten. Mit einem Put Optionsschein z.B. wettet man auf den Preisverfall (Kursrutsch) einer Aktie, mit einem Call Optionsschein dagegen auf steigende Kurse. Der Vorteil im Gegenzug zum Direktinvestment in die Aktie besteht im Hebel den eine Option besitzt. Man kann also mit wenig Einsatz große Summen bewegen – wenn man richtig liegt. Da der Hebel auch in die entgegengesetzte Richtung wirkt ist aber immer auch der Totalverlust möglich. Optionsscheine gehören damit zu den riskanten Anlagemöglichkeiten.

 

P

 

Q

 

R

 

Smart money
Auch das schlaue Geld genannt. Das Verhalten des smart money findet oft große Beachtung, da es zum Ende des Handels eingreift und meist einen Trend einläutet. Wie genau das funktioniert, lesen Sie im Artikel Welche Bedeutung hat das smart money für meine Anlage?

Split
Bei einem Aktiensplit wird die Zahl bestehender Aktien in eine größere Anzahl an Aktien geteilt. Da sich aber nach einem Split lediglich das Kapital auf mehrere Aktien verteilt, werden diese lediglich optisch billiger mit dem Ziel auch für Kleinanleger attraktiver zu werden. Für den Aktionär ändert sich nichts. Er hat z.B. nach einem Split im Verhältnis 2:1 doppelt so viele Aktien, wie vorher im Depot. Diese kosten jedoch nur noch die Hälfte.

Stammaktie
Sie repräsentiert einen Anteil am Grundkapital einer Aktiengesellschaft und berechtigt zum Besuch der Hauptversammlung auf der pro Stammaktie eine Stimme angegeben werden kann.

Stockpicking
Kauf einer bestimmten Aktie durch Analyse des Unternehmens. Im Gegensatz dazu steht z.B. das Investment in einen breiten Markt, wie einen Index.

Tafelgeschäft
Aushändigung eines gedruckten Wertpapiers (s. Effektive Stücke) am Bankschalter. Da die physischen Stücke über den Tisch (Tafel) verkauft werden, nennt man dies Tafelgeschäft. Da der Käufer für Verwahrung und Zinsscheineinlösung selbst verantwortlich ist, sind die Papiere meist nicht für Dritte (Steuerbehörden) im Depot sichtbar. Tafelgeschäfte dienen daher oft der Steuerhinterziehung.

 

U

 

Vorzugsaktie
Aktionäre, die eine Vorzugsaktie halten, haben im Gegensatz zu Besitzern der Stammaktie meist kein Stimmrecht auf der Hauptversammlung. Diesen Nachteil “versüßt” das Unternehmen ihren Vorzugsaktionären meist mit einer etwas höheren Dividende. Um auf der Hauptversammlung mit abstimmen zu können benötigen Sie hingegen eine Stammaktie.

W

 

X

 

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