Rendite für Kurzentschlossene – Wie funktionieren Discount-Zertifikate

Der Dax kratzt am Allzeithoch, das Jahresziel der meisten Banken längst erreicht, sorglose Anleger blenden die weltpolitischen Risiken aus und die Bewertung der Aktien ist ohnehin bereits höchst ambitioniert. Alles schein bereit für einen Rücksetzer, doch solange alle darauf warten, tut der selbiges: Er lässt auf sich Warten. Selbst kleinste Rücksetzer werden stattdessen sofort für Neueinstiege genutzt. Wer noch nicht im Markt drin ist, der hat schlechte Aussichten auf Kursgewinne.

Rendite mit Discout-Zertifikaten

Da wäre es doch schön, wenn man die Zeit zurückdrehen könnte und günstiger in den Dax investieren könnte. Kann man tatsächlich, das Zauberwort heißt: Discount-Zertifikate. Ähnlich wie die Sonderangebote beim Discounter kauft man mit einem solchen Zertifikat den Basiswert im Sonderangebot. Der Abschlag hat allerdings seinen Preis, so ist der Gewinn bei steigenden Kursen dann auch gedeckelt. Steigt der Basiswert also über diesen sogenannte Cap, macht der Anleger keinen Gewinn mehr mit dem Zertifikat. Andererseits beginnt bei fallenden Kursen die Verlustschwelle auch wesentlich später, als bei einem Direktinvestment.

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Wie funktioniert ein Discount-Zertifikat?

Discount Zertifikate

Aktien im Sonderangebot kaufen – das geht mit Discount Zertifikaten.

Nehmen wir als Beispiel mal an, eine Aktie kostet heute 50 €. Über ein Discountzertifikat bekommt man diese Aktie aber bereits für 40 €, gleichzeitig hat das Zertifikat einen Cap bei 60 €. Liegt nun die Aktie am Laufzeitende bei 55 €, so bekommt der Anleger ebenfalls 55 € ausgezahlt. Beim Direktinvestment wären das 5 €  Gewinn, durch den Discounter erhöht sich der Gewinn auf 15 €. Steht die Aktie hingegen bei 70 €, wäre das Direktinvestment besser gewesen  (20 € zu 15 €). Bewegt  sich die Aktie überhaupt nicht, erzielt der Discounter immerhin die 10 € Discount als Gewinn, das Direktinvestment geht dann leer aus.

Was passiert bei Kursrückgängen?

Verluste kann man mit dem Discounter erst dann erleiden, wenn der Basiswert unter die Discountschwelle rutscht – in unserem Beispiel unter 40 €. Durch den Buffer zum Direktinvestment, geschieht dies allerdings wesentlich später.

Discountzertifikate eignen sich also besonders in Zeiten, in denen Aussichten auf Kursgewinne eher Wunschdenken entspricht und eine Seitwärtsbewegung eher wahrscheinlich ist. Eigentlich genauso, wie zur Zeit. Der Vollständigkeit halber sei aber darauf hingewiesen, dass man natürlich auch mit Discountzertifikaten einen Totalverlust erleiden kann. Dann nämlich, wenn der Basiswert sich pulverisiert oder wenn der Zertifikateanbieter pleite geht. Das Emittentenrisiko trägt nämlich der Anleger.

Foto: boersenblog.biz

Kristian Kretschmann

beschäftigt sich seit über 15 Jahren mit Wirtschaft und wurde schnell Fan von Aktien, Aktienfonds und sonstigen Alternativen zum Sparbuch. Auf www.boersenblog.biz veröffentlicht er seine Gedanken zu interessanten Unternehmen, deren Aktien, sowie wirtschaftlichen Zusammenhängen. Das alles aber immer subjektiv und daher gilt: Alle Inhalte dienen nur zur Unterhaltung und stellen keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder anderen Finanzmarktinstrumenten dar. Gemäß §34b WpHG weise ich darauf hin, dass der Autor dieses Blogs Aktien der jeweils angesprochenen Unternehmen hält oder halten könnte und somit ein möglicher Interessenkonflikt besteht. Erklärung von in diesem Artikel gebrauchter Börsenbegriffe.

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