Versicherungen

Versicherungen – welche wichtig sind und welche nicht

Der Jahresbeginn bietet immer die Möglichkeit Dinge auf den Prüfstand zu stellen. Blöderweise ziehen viele Menschen dabei ihre Versicherungen gar nicht in Betracht. Dabei lässt sich bei regelmäßiger Überprüfung der Policen nicht nur Geld sparen, oft sind sogar Zusatzleistungen inklusive, für die man vor ein paar Jahren noch einen satten Aufschlag bezahlen musste. Dabei muss die Versicherung gar nicht unbedingt gewechselt werden, eine Nachfrage beim bestehenden Versicherungspartner bringt meistens schon Vorteile mit sich.

Genauso, wie der Check besehender Policen, sollte man auch von Zeit zu Zeit überprüfen, ob man diese wirklich braucht oder ob sie nicht völlig sinnlos sind. Vor allem, wenn sich etwas in Ihrem Leben ändert, sollte man seine Versicherungen kritisch hinterfragen. So brauchen Menschen, die zusammenziehen oder heiraten keine zwei Privathaftpflicht Versicherungen. Trotzdem zahlen viele Menschen noch für Versicherungen, die völlig unwichtig und sogar teuer sind.

Diese Versicherungen sind wichtig

Zunächst einmal braucht jeder Mensch eine Krankenversicherung. Sie ist sogar Pflicht für Angestellte. Doch auch Freiberufler sollten sich darum kümmern, eine Operation kann da fast schon den finanziellen Ruin bedeuten. Ganz schnell vor dem finanziellen Kollaps steht auch jemand, der seinen Lebensunterhalt aufgrund von Krankheit oder Unfall nicht mehr durch Arbeit bestreiten kann. Zwar gibt es die gesetzliche Erwerbsminderungsrente, diese ist jedoch sehr niedrig und reicht bei Weitem nicht aus, seinen Lebensstandard zu halten. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist daher sehr zu empfehlen. Dabei gilt: Je früher im Berufsleben man sich absichert, destso günstiger ist sie. Denn junge Menschen haben meist keine Vorerkrankungen, die die Versicherung teurer machen

Wer ein Auto fährt, braucht zwingend auch eine KFZ Versicherung. Je nach Alter des KFZ kann auch der Abschluss  einer Voll- oder Teilkaskoversicherung in Betracht gezogen werden.

Versicherungen
Ein guter Versicherungsschutz ist ein beruhigendes Gefühl. Doch so manch einer übertreibt es mit der Versicherung seiner Werte. Daher gehören Policen von Zeit zu Zeit auch auf den Prüfstand.
Foto. boersenblog.biz

Unverzichtbar ist auch die Privathafpflicht. Gerade Menschen mit Kindern sollten eine haben. Da jeder Mensch für sein Verschulden haftet, können hier ganz schnell hohe Summen im Raum stehen, z.B. wenn jemand durch Ihre Unachtsamkeit zu Schaden kommt. Wer zusammen wohnt, für den reicht dabei eine Versicherung aus – meist auch ohne Trauschein. Und die lieben Kleinen sind automatisch mitversichert. Neben dem eigenen Nachwuchs macht auch eine Tierhalterhaftpflicht richtig Sinn. Zwar muss der Hamster nicht versichert werden, doch ein Hund kann bereits jede Menge Schade verursachen, wenn er sich z.B. losreißt und auf die Straße läuft. In einigen Bundesländern gilt sogar Versicherungspflicht, sie ist also bereits gesetzlich vorgeschrieben.

Auch die Risikolebensversicherung als Absicherung für die Familie oder die Hausratsversicherung, falls die Waschmaschiene mal ausläuft, gehören zu den wichtigen Absicherungen

Völlig unnötige Versicherungen

Manche Versicherungen, die oft leichtfertig abgeschlossen werden, sind hingegen völlig unnötig und reine Geldverschwendung. So ist etwa eine Insassenunfallversicherung Blödsinn, da Insassen eines KFZ ohnehin schon über die vorgeschriebene KFZ Versicherung abgesichert sind. Ebenso überflüssig ist die Handyversicherung. Sie wird meistens beim Abschluss eines Vertrages mit empfohlen und nutzt eigentlich nur dem Vermittler, der dafür Provision erhält. Im Schadensfall springt sie sogar oft gar nicht ein, da es extrem viele Ausschlüsse gibt und gemessen am Wert eines Handys, ist der Beitrag viel zu hoch. Da lohnt es sich eher, für ein neues Handy regelmäßig etwas Kleingeld zur Seite zu legen. In der gleichen – unnötigen – Liga spielt die Brillenversicherung. Sie sollte nur abschließen, wer durch den Kauf einer neuen Brille seine finanzielle Existenz in Gefahr sieht.

Wer Kindern oder Enkeln für die Zukunft etwas Gutes tun will, sollte statt in eine Ausbildungsversicherung lieber in einen frei wählbaren Fondssparplan investieren. Der ist flexibler und die Abschlusskosten für diese „versteckte Lebensversicherung für Kinder“ fallen auch weg.

Fast schon Geldschneiderei sind Restschuldversicherungen. Wer beim Abschluss eines Kredites darauf gedrungen wird auch diese Kreditausfallversicherung abzuschließen, sollte sich einen neuen Kreditgeber suchen. Diese Versicherung ist viel zu teuer und ob sie im Fall der Fälle überhaupt einspringt, steht in den Sternen.

Die Finger lassen, kann man auch getrost von der Sterbegeldversicherung. Sie kommt für Ihre Beerdigungskosten auf. Dabei hat man doch ein ganzes Leben lang Zeit, selbst für die Kosten der Beisetzung Geld zur Seite zu legen.

Allgemein sind alle Versicherungen, die für überschaubare Kostenerstattung abgeschlossen werden nicht sinnvoll. Wer kleinere Schadensummen auch aus seinen laufenden Einnahmen bezahlen kann, benötigt keine Versicherung dafür.