Buchmacher an der Börse — Volatile Papiere

William Hill Shop in London

William Hill Shop in London
Foto: Pressefoto William Hill

Bereits seit Jahren bietet sich Anlegern an der Börse die Gelegenheit, den Fokus auf die Papiere der Buchmacher zu lenken. Besonders britische Firmen wie William Hill und Ladbrokes entschieden sich bereits zeitnah nach dem Einstieg ins Online-Geschäft dafür, den Gang an die Börse zu wagen. Doch welchen Einflussfaktoren sind diese Aktien in der Praxis ausgesetzt?

Vergrößerung der Zielgruppe

In den vergangenen Jahren konnten viele Unternehmen der Branche ihre Zielgruppe ausweiten. Generell ziehen sie dafür alle Interessens- und Altersgruppen ab einem Alter von 18 Jahren in Betracht. Im Mittelpunkt der Planungen stehen jedoch noch immer junge Männer mit einer Begeisterung für Spiel und Sport. Da die Kundenzahl in den vergangenen Jahren stets anstieg, entwickelten sich auch die Papiere positiv. Schließlich zog diese Entwicklung sogleich eine Steigerung der Umsätze nach sich.

Gleichsam konnten zuletzt die Geschäftsbereiche der Unternehmen zusammengelegt werden. Während in den vergangenen Jahren der Fokus allein den Spielautomaten galt, spielen inzwischen auch Sportwetten eine wichtige Rolle. Unternehmen wie Tipico, die sich vorrangig auf den Sport konzentrierten, sahen sich ihrerseits unter Druck gesetzt. So wurden zum Beispiel neue Promotionen für neue Kunden geschaffen, die sich für die Anmeldung entschließen. Hier sehen Sie die aktuellen Tipico Bonusbedingungen.

Eine sensible rechtliche Lage

Auf der anderen Seite ist es notwendig, vor der Investition in die Unternehmen der Glücksspiel-Branche einen Blick auf die rechtliche Situation zu werfen. Oftmals agieren die Anbieter nur in einer rechtlichen Grauzone. Von den Staaten, welche für die Regulierung verantwortlich sind, werden sie aufgrund unklarer Bestimmungen toleriert. Auf der Basis von EU-Lizenzen agieren sie derweil in ganz Europa.

Sensibel wirken sich alle Nachrichten auf die Kurse aus, die sich auf die rechtliche Situation beziehen. So entschied sich zum Beispiel die Schweiz kürzlich für die Verabschiedung des Geldspielgesetzes. Darin wurde festgelegt, dass von nun an nur noch in der Schweiz ansässige Firmen die Gelegenheit besitzen, legal am Markt zu agieren, schnell hatte auch diese Nachricht über die erfolgte Abstimmung einen negativen Einfluss auf die Kurse. Gerichte darüber, Großbritannien könnte die Lizenzierung der Anbieter mit einem strikten Einsatzlimit verbinden, wirkten sich in ähnlicher Weise aus. Schnell ließ diese Nachricht die Kurse von William Hill und Ladbrokes um fast zehn Prozent sinken.

Größere Gewinne möglich

Wer als Anleger dazu bereit ist, das Risiko dieser Papiere in Kauf zu nehmen, hat die Chance, auf unterschiedliche Weise Gewinne zu erzielen. Einerseits ist es in der Branche üblich, die eigenen Anleger mit ansehnlichen Dividenden zu überzeugen. Zwar kann die Historie der Dividenden nicht bezeugen, dass diese mit einer besonderen Kontinuität gezahlt werden, doch die vergangenen Jahre zeigten ein positives Bild aus der Sicht der Anleger. Darüber hinaus zeichnete sich die gesamte Branche zuletzt durch ein ansehnliches Wachstum aus. Die Performance der Unternehmen, deren genauer Wert nur sehr schwer einzuschätzen ist, zeigte dadurch ein klar positives Bild.

Letztendlich ist es eine genaue Abwägung der Vor- und Nachteile, die zu einer Entscheidung hinsichtlich des Kaufs dieser Aktien führen kann. Während sich konservative Anleger kaum für diesen Schritt begeistern dürften, erkennen andere dahinter für sich die Chance, nach neuen Gewinnen an der Börse zu streben und die Diversifikation

Kristian Kretschmann

beschäftigt sich seit über 15 Jahren mit Wirtschaft und wurde schnell Fan von Aktien, Aktienfonds und sonstigen Alternativen zum Sparbuch. Auf www.boersenblog.biz veröffentlicht er seine Gedanken zu interessanten Unternehmen, deren Aktien, sowie wirtschaftlichen Zusammenhängen. Das alles aber immer subjektiv und daher gilt: Alle Inhalte dienen nur zur Unterhaltung und stellen keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder anderen Finanzmarktinstrumenten dar. Gemäß §34b WpHG weise ich darauf hin, dass der Autor dieses Blogs Aktien der jeweils angesprochenen Unternehmen hält oder halten könnte und somit ein möglicher Interessenkonflikt besteht. Erklärung von in diesem Artikel gebrauchter Börsenbegriffe.

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