Blockchain-Technologie für Online-Casinos

Die Blockchain-Technologie soll laut Jaz San die Welt der Online-Casinos revolutionieren. Die dezentrale Technologie soll mit ihrer Überprüfbarkeit das Vertrauen der Kunden erobern.

Jez San arbeitet schon seit 1982 in der Computerbranche. Er entwickelte das Spiel Skyline Attack für den Commodore 64 und war an dem Buch „Quantum Theory“ über den Sinclair QL beteiligt. Heute ist er vor allen Dingen bekannt für seine 3D-Poker-Softwarefirma PKR. Mit 200.000 USD aus einem öffentlichen Fundraising gründete er vor kurzem Funfair, ein Unternehmen, das Casinos eine intelligente Blockchain-Plattform bieten soll. Laut San soll die Möglichkeit, die sichere und transparente Blockchain-Technologie die perfekte Basis sein, um das Vertrauen der Kunden in Online Casinos zu steigern.

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Blockchain von Bitcoin

Blockchain wurde von Satoshi Nakamoto für die elektronische Währung Bitcoin entwickelt, ein Währungssystem, das komplett losgelöst ist von staatlichen Kontrollen und staatlichen Kursschwankungen. 2008 veröffentlichte er seine Arbeit „Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System“. Diese Veröffentlichung beschreibt ein Punkt-zu-Punkt-Netzwerk als die Lösung für das Problem doppelter Überweisungen, mit den Transaktionsdetails am Ende von jedem Block. Die Verwaltung und die Bearbeitung der Blöcke benötigt ein riesiges Potential an Rechenleistung. Diese Arbeit erledigen die Miner, Computer, die die Transaktionen bearbeiten und dafür entlohnt werden. Je mehr Bitcoins durch Miner generiert wurden, desto mehr Rechenleistung wird benötigt um neue Bitcoins durch die Bearbeitung von Transaktionen zu generieren.

Die Idee hinter der Technologie ist die dezentrale Datenbank, die über viele verschiedene Rechner verwaltet wird. Dazu gehört eine komplett transparente Überwachung, die von jedem eingesehen und überprüft werden kann. Der Blockchain-Kode ist ein Bestandteil der Bitcoin-Technologie, der die elektronische Währung zu einer der sichersten Zahlungsmethoden des Internets macht. Eine Blockchain ist der Code, der bei jeder Transaktion generiert wird. Diese Blöcke werden im Falle von Bitcoin chronologisch aneinandergereiht und können zu jeder Zeit überprüft werden. Jeder Vorgang wird in einem Block gespeichert, der mit dem nächsten Block verlinkt wird, daher der Name Blockchain (Blockkette). Alle Blöcke werden in einer permanenten Datenbank gespeichert, in linearer chronologischer Form, für jedermann einsehbar. Die Vorgänge können zwar exakt ausgelesen werden, d. h. wie viele Bitcoins von welcher Adresse zu welcher Adresse überwiesen wurden, die Besitzer bleiben allerdings anonym, da nur der Schlüssel des Bitcoin-Kontos verwendet werden.

Im Moment verwaltet Bitcoin mit der Technologie über 62.365.306.431 USD in Bitcoins. Die Anzahl der täglichen Transaktion wird auf Blockchain.info angezeigt. Jeden Tag werden mehr Transaktionen durchgeführt, was für das wachsende Interesse an den Kryptowährungen spricht.

Mehr Sicherheit für Casinos?

Sicherheit für Online Casinos

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Jez San will die Technologie Online-Casinos zur Verfügung stellen. Alle Spiele und Transaktionen wären dann jederzeit Überprüfbar und könnten nicht mehr manipuliert werden. In der Geschichte der Casinos gab es noch nie eine Garantie für zu 100% unmanipulierbare Spielabläufe. In wie weit die Technologie für die Casino-Branche umsetzbar ist, hat Jez San noch nicht erläutert. Bei Bitcoin arbeiten tausende Computer an der Bearbeitung der Transaktionen und generieren damit neue Bitcoins, bis die Summe von 21 Millionen Einheiten generiert wurden. Die Generierung von neuen Bitcoins, das sogenannte Mining, kostet immer mehr Rechenleistung. Sie verbraucht also immer mehr Energie. Darin liegt einer der größten Nachteile der elektronischen Währung, da sie nicht unbedingt umweltfreundlich ist. Für die Casino-Industrie wäre diese Technologie ideal, da der Datenschutz der Kunden und die sicheren Spielabläufe gewährleistet werden können.

Die Blockchain-Technologie ist kostenlos

Der Source Code der Blockchain-Technologie wird unter der MIT-Lizenz kostenlos zur Verfügung gestellt. Die MIT-Lizenz stammt von dem Massachusetts Institute of Technology und ist eine freizügige Open-Source-Lizenz, die die Verwendung des Quelltexts erlaubt.

Wo liegt der Vorteil für die Casino Industrie?

Die Casino-Branche setzt 2017 ungefähr 47,11 Milliarden USD um. Bis 2020 sollen bis zu 60 Milliarden Dollar umgesetzt werden, eine Industrie, die also noch gute Wachstumsraten hervorbringt. Bei den großen Summen ist das Vertrauen in die Online-Casinos ein wichtiger Faktor für die Kunden. Die Blockchain Technologie garantiert den Kunden absolut nicht manipulierbare Spielabläufe, absolut anonyme Zahlungsabläufe und komplett überprüfbare Abläufe.

Blockchain Technologie

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Wenn Casinos ihre Spiele und Abläufe über eine Blockchain-Plattform laufen lassen, sollten Sie laut Jez San auch keine eigene Rechenleistung mehr benötigen und ein Systemverwalter wird auch nicht mehr benötigt. Dadurch werden Rechenintensive Angebote, wie zum Beispiel Live-Spiele, viel schneller und realistischer. Die Kosten dafür können eingespart werden und der Kunde könnte bessere Konditionen angeboten bekommen.

Für die Kunden wäre also ein Casino auf Blockchain ein doppelter Gewinn. Sie können sich auf eine manipulationssichere Spielumgebung verlassen und auf günstiger Konditionen. Im Moment sind neun Spiele in Funfair in der Entwicklung, die komplett auf der Blockchain-Technologie basieren. In der Vorschau können die neun Spiele bereits ausprobiert werden, die in kurzer Zeit für die Kunden bereitstehen.

Kristian Kretschmann

beschäftigt sich seit über 15 Jahren mit Wirtschaft und wurde schnell Fan von Aktien, Aktienfonds und sonstigen Alternativen zum Sparbuch. Auf www.boersenblog.biz veröffentlicht er seine Gedanken zu interessanten Unternehmen, deren Aktien, sowie wirtschaftlichen Zusammenhängen. Das alles aber immer subjektiv und daher gilt: Alle Inhalte dienen nur zur Unterhaltung und stellen keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder anderen Finanzmarktinstrumenten dar. Gemäß §34b WpHG weise ich darauf hin, dass der Autor dieses Blogs Aktien der jeweils angesprochenen Unternehmen hält oder halten könnte und somit ein möglicher Interessenkonflikt besteht. Erklärung von in diesem Artikel gebrauchter Börsenbegriffe.

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