Aktien unterm Weihnachtsbaum

Alle Jahre wieder, fragt sich der gewiefte Anleger mit welchen Aktien er am Geschäft rund ums Fest mitverdienen kann. Wie jedes Jahr werden auch zum Ende des Jahres 2016 die Glocken des Einzelhandels süßer klingen, als im Rest des Jahres. Laut statista planen die Deutschen 6 € höhere Ausgaben für Geschenke ein als im Vorjahr. Waren für etwa 280 € liegen dann unter dem Weihnachtsbaum.

Elektronische Artikel als Geschenke ganz vorne mit dabei

Beliebt, wie eh und je sind auch in diesem Jahr elektronische Artikel, wie zum Beispiel Mobiltelefone, Computer, Tablets oder Wearables. Ob diese im stationären Handel gekauft werden, oder im Handy Shop online, ist dabei dann zweitrangig, es geht einzig und alleine um den Absatz.

Kein Wunder also, dass Apple, Samsung und Co in diesem Jahr ihre Modellpalette vor dem Fest verjüngt haben. Dabei hat Apple mit seinem iPhone 7 dieses Jahr die Nase vorn. Grund dafür war aber ausgerechnet Samsung, dessen Galaxy Note 7 sich als sehr explosive Neuerscheinung herausstellte. Nachdem mehrere Geräte in Flammen aufgingen und diverse Fluggesellschaften daraufhin niemanden mehr mit einem Galaxy Note 7 beförderten, zog Samsung die Notbremse und stoppte den Verkauf. Freie Bahn also für Apple.

Apple Aktie mit Potential

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Manche Aktien profitieren vom Weihnachtsgeschäft mehr als andere.

Freie Bahn? Naja nicht ganz, denn zeitgleich kündigte google ein eigenes Handy an. Mit dem Pixel will der Suchmaschinenriese den etablierten Anbietern gehörig Dampf machen und neben dem Betriebssystem Android auch auf dem Hardwaremarkt zum Big Player werden. Das könnte dann vor allem Samsung schaden und der google Aktie Auftrieb geben. Ebenso einiges an Potential hat die Apple Aktie. Vor allem durch das Samsung-Desaster dürfte Apple dem Konkurrenten Marktanteile abluchsen. Dann gilt, wer einmal das Betriebssystem gewechselt hat, dürfte dabei bleiben. Die Marktanteile wieder zurückzugewinnen könnte sich für Samsung als schwierig herausstellen.

Profiteur des Onlinehandels ist die Post – nicht nur zu Weihnachten

Aber ganz egal, was man verschenken will, es muss nach Hause. Da sich auch dieses Jahr viele Menschen nicht dem Stress ausliefern wollen, sich durch die Innenstädte zu quälen, wird die erneut die Deutsche Post einer der Favoriten des Schlussquartals sein. Einer muss ja die Pakete den verschiedenen Onlinehändlern an die Haustür liefern. Mit durchschnittlich 8 Millionen Paketen pro Tag, liefert die Post doppelt so viel aus, wie an einem normalen Tag. Vorbei also die Zeiten, an denen die Paketpost das Sorgenkind der Bonner war.

Vielleicht wäre es bei diesem Ausblick ja auch mal eine Idee einfach Aktien zu verschenken. Da hat man durchaus länger Freude dran und mit der Dividende bekommt man dann jedes Jahr wieder etwas geschenkt. Denken Sie mal drüber nach und genießen Sie die Weihnachtszeit.

Foto: Marie Jeanne Iliescu / freeimages.com

Kristian Kretschmann

beschäftigt sich seit über 15 Jahren mit Wirtschaft und wurde schnell Fan von Aktien, Aktienfonds und sonstigen Alternativen zum Sparbuch. Auf www.boersenblog.biz veröffentlicht er seine Gedanken zu interessanten Unternehmen, deren Aktien, sowie wirtschaftlichen Zusammenhängen. Das alles aber immer subjektiv und daher gilt: Alle Inhalte dienen nur zur Unterhaltung und stellen keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder anderen Finanzmarktinstrumenten dar. Gemäß §34b WpHG weise ich darauf hin, dass der Autor dieses Blogs Aktien der jeweils angesprochenen Unternehmen hält oder halten könnte und somit ein möglicher Interessenkonflikt besteht. Erklärung von in diesem Artikel gebrauchter Börsenbegriffe.

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1 Response

  1. Börsenscout sagt:

    Gute und solide Gedanken zur saisonalen Situation. Die Weihnachtszeit ist logischerweise traditionell optimal für Unternehmen wie Apple und co. Wenn man bedenkt, dass Apple dieses Jahr mit einigen Problem zu kämpfen hatte, könnten positive Meldungen aufgrund des Weihnachtsgeschäfts die Aktie mehr beflügeln, als zu dieser Zeit üblich. Die deutsche Post ist ein ähnlich gute Idee, schließlich ist diese größtenteils unabhängig von der Art des Geschenks, profitiert jedoch vom nicht von der Hand zu weisenden Trend hin zum Onlineshopping via Amazon und co. Problematisch wird es für die Post nur werden, sobald Amazon eine eigene Logistik aufgebaut hat, aber damit ist kurzfristig noch nicht zu rechnen.

    Gefahr für beide Szenarien könnte allerdings die starke Ralley sein, die wir hinter uns haben und eventuell auskorrigiert wird. Es ist aber auch nicht unwahrscheinlich, dass das – ähnlich wie letztes Jahr – erst im Januar geschehen wird.

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