Stiftungsfonds als Alternative zum Tagesgeld

Und wieder ein neues Top. Der DAX scheint von allen guten Geistern verlassen, bzw. die die auf Teufel heraus Aktien kaufen. Nicht wenige stehen an der Außenlinie und reiben sich verwundert die Augen. Mitmachen wollen viele, aber Geld verlieren wollen sie auch nicht. Und so wartet man eben auf eine günstige Einstiegsmöglichkeit. Und wartet und wartet und wartet…

Zinsen bringen keine Rendite mehr

Mit Zinsen kann man nichts mehr verdienen. Alternativen müssen her, eine davon sind Stiftungsfonds.

Wohin also mit der Kohle die auf Tagesgeldkonten verschimmelt? Alle Welt sagt doch, dass Aktien die ultima ratio ist. Alle Welt? Na bis auf die, denen das ganze schon suspekt ist. Dennoch: Wer seine Knete auf dem Konto versauern lässt, finanziert den Wahnsinn durch die Geldentwertung mit. Es muss doch irgendwo noch was rauszuholen sein, was dennoch ein gewisses Maß an Sicherheit bietet.

Geld investieren in Stiftungsfonds

Eine Antwort darauf könnten Stiftungsfonds sein. In Deutschland gibt es nämlich jede Menge Stiftungen, die sich vielseitig wohltätigt für die Gesellschaft engagieren. Und für diese Stiftungen ist das oberste Prinzip, der Kapitalerhalt. Da sie aber gleichzeitig auch Unkosten wie Mieten oder Gehälter haben, die gedeckt werden müssen, benötigen auch Stiftungen Erträge. Das können sie dann mit einem eigenen Vermögensmanagement erreichen oder aber sie legen ihr Kapital in sogenannten Stiftungsfonds an. Diese Fonds sind erzkonservative Mischfonds, investieren also in Renten, Staatsanleihen oder Pfandbriefe und zielen gar nicht so sehr auf Wertzuwachs. Hauptaugenmerk ist vielmehr eine stetige Ausschüttung um den Stiftungen die laufenden Kosten zu finanzieren. Trotzdem können auch Stiftungsfonds zulegen. Denn manche mischen auch Aktien zu und das bringt Rendite

Trotzdem: Wer den ultimativen Renditekick sucht ist bei Stiftungsfonds eher falsch aufgehoben. Der sicherheitsorientierte Anleger aber, der eine stetige Ausschüttung plus etwas Aufwärtsbewegung besser findet, als 0,05 Zinsen auf dem Tagesgeldkonto, der ist hier gut aufgehoben. Viele Stiftungsfonds sind nämlich auch für Otto Normalanleger offen und einige sind sogar im Sparplanfähig. Außerdem wurde bei diesen Fonds auf eine schmale Verwaltungsgebühr und geringe Ausgabeaufschläge geachtet, damit die Gebühren die Rendite nicht gleich auffrisst.

Unterschiedliche Investmentansätze bei Stiftungsfonds

 Obwohl die meisten Stiftungsfonds wie beschrieben in sehr konservative Anlagen investieren, gibt es auch Fonds, die sich mit ihrer Performance nicht hinter der konventioneller Investmentfonds verstecken müssen. So erzielte der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen (WKN A0M8HD) im Durchschnitt 25% Kursgewinn während der letzten 3 Jahre. Der Grund ist simpel, der Fonds investiert auch in Nebenwerteaktien. Und die haben entsprechend performt.

Wer aber gleich in zweifacher Hinsicht ruhiger schlafen will, der könnte bei einem Fonds aus dem Hause Münchner Rück fündig werden. Den MEAG Fair Return Fonds (WKN: A0RFJ2) kann man ganz ohne Ausgabeaufschlag erwerben und mit 0,6 Prozent Verwaltungsgebühr ist er auf dem Niveau von ETFs. Da er in nachhaltige Produkte anlegt ist er ethisch sogar voll im Trend. Als Schmankerl gab es dennoch eine Rendite von knapp 5 Prozent pro Jahr seit Auflegung. Unabhängig davon betrug die letzte Ausschüttung 1,24 € im Januar 2015 und damit etwas mehr als 2 %. Zusammen erzielte der MEAG Fair Return also 7 % p.a. und das bei sehr überschaubarem Risiko.

Auch bei Stiftungsfonds kommen Schwankungen vor

Die beiden Fonds sind aber nicht die einzigen, mittlerweile bieten fast alle Fondsanbieter Stiftungsfonds an. Vergleiche zahlen sich hier also aus. Man kann also trotz Zinswüste sein Geld noch einigermaßen Stressfrei anlegen, vor allem, wenn man langfristig denkt und damit gewisse Schwankungen ausgleichen kann. Denn auch ein Stiftungsfonds kann im Wert schwanken, vor allem, wenn er wie der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen in Aktien investiert. Ein mehr an Rendite erfordert eben auch im Bereich Stiftungsfonds ein (wenn auch kleines) mehr an Risiko.

Foto: boersenblog.biz

Kristian Kretschmann

beschäftigt sich seit über 15 Jahren mit Wirtschaft und wurde schnell Fan von Aktien, Aktienfonds und sonstigen Alternativen zum Sparbuch. Auf www.boersenblog.biz veröffentlicht er seine Gedanken zu interessanten Unternehmen, deren Aktien, sowie wirtschaftlichen Zusammenhängen. Das alles aber immer subjektiv und daher gilt: Alle Inhalte dienen nur zur Unterhaltung und stellen keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder anderen Finanzmarktinstrumenten dar. Gemäß §34b WpHG weise ich darauf hin, dass der Autor dieses Blogs Aktien der jeweils angesprochenen Unternehmen hält oder halten könnte und somit ein möglicher Interessenkonflikt besteht. Erklärung von in diesem Artikel gebrauchter Börsenbegriffe.

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